Dorf
Was wurde dann aus den Menschen, nachdem sie das Jagen und Sammeln für sich entdeckt hatten und auch mit dem Feuer umgehen lernten? Wie sind die ersten Siedlungen und Dörfer entstanden? Gab es dort schon einen Bürgermeister und welche Berufe gab es damals? Von was lebten die Menschen damals und hatten sie auch schon Haus- und Nutztiere? Wie sehen heute Dörfer aus, in Grönland, im Regenwald und in Österreich? Welche Tiere leben auf dem Bauernhof?
Diese Fragen wurden in unserem großen VU-Thema „Dorf“ bearbeitet und beantwortet. Im ersten Teil dieses VU-Themas setzten sich die Schüler und Schülerinnen mit den Nutztieren Schwein, Pferd, Rind und Huhn und den Haustieren Katze und Hund auseinander. In dieser Arbeitsphase arbeiteten die Schüler und Schülerinnen wieder sehr selbstständig, denn die dafür notwendigen Materialien lagen in sogenannten „Themenkisten“ für sie bereit. Sie erfuhren Details zum Körperbau der einzelnen Tiere, die Familienaufstellungen und die Unterschiede zwischen einem Wild- und einem Hausschwein. Außerdem wurde in der „Huhn-Kiste“ auch der Unterschied zwischen Käfighaltung, Bodenhaltung und Freilandhaltung aufgearbeitet.
Als Abschluss statteten wir der Land- und Forstwirtschaftlichen Schule in Alt-Grottenhof einen Besuch ab. Die Schüler und Schülerinnen fielen dort mit ihrem selbstständig erarbeiteten Wissen auf. Für einige Kids war dieser Tag besser als jeder Schultag, denn sie konnten praktisch arbeiten und die Tiere füttern und den Stall ausmisten. Vor allem das erst zwei Tage alte Kälbchen hat es den Kindern angetan. Das Highlight für manche war sicher die Heuschlacht im Stadl. Andrea, unsere Führerin, erklärte uns genau, wie eine Kuh gemolken wird und wie die Milch dann in der Molkerei weiter zu Käse und Topfen verarbeitet wird. Bei einer anschließenden Jause durften wir die in Alt-Grottenhof selbst hergestellten Produkte verkosten und es schmeckte uns allen!
Im zweiten Teil des VU „Dorf“ ging es vor allem um die Geschichte unserer ersten Ansiedelungen und wie ein Dorf vor 3000 Jahren ausgesehen hat. Im Keltendorf am Kulm verbrachten wir einen Tag um herauszufinden wie die Häuser gebaut wurden, welche Werkzeuge verwendet wurden und wie Brot damals gebacken wurde. Besseres Wetter hätten wir uns nicht wünschen können, als wir bei strahlend blauem Himmel den nicht unbedingt einladenden Tönen des keltischen Horns in das mit Palisaden umgebene Dorf in unmittelbarer Nähe des oststeirischen Kulms folgten. Im Inneren wurden sogleich von einem richtigen Kelten begrüßt, der uns nach einem Streifzug durch die römische und keltische Geschichte durch das Dorf führte. Als Höhepunkt durften wir nach keltischer Art unser eigenes Brot backen, das wir am Ende unseres zweieinhalbstündigen, wirklich kurzweiligen Aufenthalts auch essen durften – klar, dass es köstlich schmeckte, wurde ja auch von uns produziert! Jetzt wissen wir, das Leben damals war ganz schön schwer!
In der Hallstattzeit wurden gerade in der Steiermark große Kunstwerke geschaffen und das Fürstengrab von Kleinklein und der Kultwagen von Strettweg sind zu Recht weltberühmt. Ein Besuch im Archäologiemuseum in Eggenberg war der Abschluss dieses wichtigen Abschnitts im Vernetzten Unterricht, der uns die Geschichte unserer Vorfahren näherbrachte.
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